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Suche nach nicht detonierten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Ende September 2019 stießen Bauarbeiter bei der Rekonstruktion einer Straße in Liberec auf eine nicht detonierte 100-Kilo-Fliegerbombe. In der unmittelbaren Umgebung des Fundorts mussten mehr als 6 500 Menschen evakuiert werden, damit die Bombe von Pyrotechnikern entschärft und sicher zur Sprenggrube nach Ralsko verbracht werden konnte, wo ihre kontrollierte Zündung erfolgte. Im Falle einer Detonation der Bombe an ihrem Fundort hätten Menschen bis in einer Entfernung von einem Kilometer verletzt werden können.

Gemeinsam mit den Experten von der Fakultät für Bergbau und Geologie der Technischen Universität Ostrava arbeiten wir an einem Auftrag des Innenministeriums, dessen Gegenstand der Entwurf einer Methodik zur Auffindung von nicht detonierten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg mit Hilfe von Archivbildern aus der Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH ist. Geplanter Output ist eine historische Orthophotokarte, auf welcher potenzielle Fundstellen von Blindgängern mitsamt ihren ungefähren Koordinaten eingezeichnet sind.

Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 1939 bis 1946 zum Zwecke der Kartierung und der Aktualisierung der topografischen Karten seitens des Deutschen Reichs, aber auch seitens der Alliierten. Die Alliierten nutzten die Lufterkundung vor allem zur Suche nach Zielen und anschließend zur Überprüfung der Auswirkungen der Bombardierung. Aus den damals gewonnenen Daten wurde ermittelt, das bis zu 20 % der auf tschechisches Gebiet abgeworfenen Sprengkörper nicht detoniert sind. Diese Blindgänger stellen auch heute noch eine Gefahr dar.

Suche nach nicht detonierten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg

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